Betreuung mit Vollmacht

Was kann man tun, um gesetzliche Betreuung zu vermeiden?

Indem man vorsorgt und sofort eine Vorsorgevollmacht, Betreuungsverfügung oder Patientenverfügung für sich erstellt. Denn jeder kann durch Unfall oder Krankheit in einen Zustand kommen, wo er nicht mehr persönlich für sich entscheiden kann.

Vorsorgevollmacht

Diese Verfügung leitet sich aus § 1896 Abs. 2 BGB ab. Hier wird in Form eines Rechtsgeschäfts eine Vollmacht erteilt. Derjenige der bevollmächtigt wird (Vollmachtnehmer), wird damit ermächtigt, im Fall der Entscheidung- und Handlungsunfähigkeit des Vollmachtgebers für diesen rechtswirksam zu handeln.

Betreuungsverfügung

Diese Verfügung leitet sich aus § 1901a BGB ab. Mit der Betreuungsverfügung legt der Verfügende eine Person fest, die das Betreuungsgericht für ihn als Betreuer bestellen soll. An diese Verfügung ist das Betreuungsgericht gebunden.

Patientenverfügung

Mit dieser Verfügung können Sie Entscheidungen für medizinische Behandlung und Pflege bei schwerster und aussichtsloser Erkrankung, insbesondere in der letzten Lebensphase treffen. Eine rechtswirksame Patientenverfügung muss von den handelnden Ärzten beachtet werden. Wichtig ist, dass sie in schriftlicher Form vorliegt. Die handschriftliche Form ist nicht zwingend vorgeschrieben, die eigenhändige Unterschrift ist jedoch notwendig. Wir halten es für notwendig, dass ein Zeuge die Unterschrift des Verfügenden bestätigt. Insbesondere muss der Zeuge bekunden, dass der Verfasser der Verfügung bei der Unterschrift unter der Patientenverfügung im Vollbesitz seiner geistigen Kräfte war und die Konsequenzen seiner Verfügung kannte. Eine notarielle Bestätigung ist nicht erforderlich.


Lassen Sie sich über weitere Einzelheiten im Betreuungsverein beraten. Beratungen sind auch bei Rechtsanwälten, Notaren und der Betreuungsbehörde des Territoriums möglich.